Lokale Bildungsnetzwerke

Ein Angebot der Jugendstiftung Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

3.2 Umsetzung

  • Einigung auf ein gemeinsames Bildungsziel: Zweck einer Bildungspartnerschaft ist die Umsetzung oder das Hinarbeiten auf ein gemeinsames Ziel. Nicht selten kommt es in der Zusammenarbeit mehrerer Bildungspartner zur Aufstellung einer neuen, gemeinsamen Bildungskonzeption. Eine schriftliche Fixierung ist sinnvoll, um die Ziele oder das Konzept möglichst konkret auszuformulieren – dies minimiert das Risiko von Unstimmigkeiten, die durch unklare mündliche Absprachen entstehen können. Dass jeder Kooperationspartner darüber hinaus weitere, individuelle Ziele mit der Partnerschaft verbinden kann, bleibt davon unberührt. Wenn diese nicht Gegenstand der gemeinsamen Vereinbarung sind, muss den Beteiligten allerdings klar sein, dass die anderen Kooperationspartner nicht unbedingt auf dieses Ziel hinarbeiten.

     

  • Organisationsstruktur absichern: Eine Bildungspartnerschaft sollte auf dem gemeinsamen Engagement und dem Einsatz aller Beteiligten basieren. Mit Absprachen und Zielvereinbarungen zu Beginn allein ist es nicht getan, das Gelingen der Partnerschaft beruht auch zu großen Teilen auf der fortlaufenden Pflege. Regelmäßige Treffen der Bildungspartner zur Reflektion, Klärung von Problemen und Weiterentwicklung der Konzeption sollten von Anfang an eingeplant werden (vgl. Kapitel 4: Kooperationen pflegen). Bei Netzwerken kann ein „Runder Tisch“ mit Ansprechpartnern aller beteiligten Bildungspartner als Koordinationsgruppe einberufen werden. Der Organisationsaufwand sollte gleichermaßen auf alle Partner verteilt werden – es sei denn, eine Partnerin oder ein Partner bietet an, die Koordination oder bestimmte Anteile grundsätzlich zu übernehmen, da ihre bzw. seine finanzielle und personelle Kapazität dies ermöglicht. In diesem Fall sollte eine ausreichende Informationsstruktur dafür sorgen, dass alle auf dem aktuellen Stand und handlungsfähig sind.

 

Abb. 4:  Aufgaben der Koordinationsgruppe, eigene Darstellung.